Welche Insel passt zu dir?
Texel ist die größte und am einfachsten zu erreichen: die Fähre ab Den Helder braucht zwanzig Minuten und nimmt Autos mit. Sieben Dörfer, ein Leuchtturm, eine Seehundstation und genug Infrastruktur für eine Woche ohne Plan. Damit ist es im Sommer auch die vollste Insel.
Willst du autofrei, wähle Vlieland oder Schiermonnikoog; willst du Infrastruktur, wähle Texel.
Vlieland und Schiermonnikoog lassen keine Besucherautos zu. Du kommst mit dem Boot an und fährst den Rest mit dem Rad. Beide sind klein genug, um sie an einem Tag zu umrunden, und beide haben ein Dorf. Wer Ruhe sucht, sitzt dort richtig; wer mit kleinen Kindern und viel Gepäck reist, weniger.
Terschelling liegt dazwischen: dreißig Kilometer lang, mit West-Terschelling als größtem Dorf und einem breiten Strand im Norden. Im Juni findet dort Oerol statt, ein zehntägiges Theaterfestival. Ameland hat vier Dörfer, einen Leuchtturm und die ruhigsten Strände der fünf.
Die Überfahrt
Jede Insel hat ihren eigenen Fährhafen auf dem Festland: Den Helder für Texel, Harlingen für Vlieland und Terschelling, Holwerd für Ameland und Lauwersoog für Schiermonnikoog. Die Überfahrt dauert zwischen zwanzig Minuten und anderthalb Stunden.
Tipp
Buche die Fähre vorab, besonders im Sommer und besonders mit Auto. Nach Ameland und Terschelling ist die Autofähre im Juli und August Tage im Voraus ausgebucht. Ohne Auto ist es weniger kritisch, freitags und sonntags aber trotzdem ratsam.
Was es zu tun gibt
Radfahren ist auf jeder Insel die Art sich fortzubewegen. Die Entfernungen sind kurz und überall führen Wege durch die Dünen. Wattwandern ist vom Festland nach Ameland und Schiermonnikoog möglich, immer mit Führer, denn die Gezeiten warten nicht.
Das Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe und ist das größte Gezeitengebiet Europas. Bei Niedrigwasser fallen die Platen trocken und dort liegen Seehunde. Aus fast jedem Hafen starten Touren dorthin.
Für wen passen die Inseln?
- Radfahrer: alle fünf Inseln lassen sich mit dem Rad erkunden
- Wer Strand ohne Promenade und Strandbar alle hundert Meter will
- Vogelbeobachter: das Watt ist eines der wichtigsten Zuggebiete Europas
- Wer wirklich weg sein will: auf Vlieland und Schiermonnikoog ist das wörtlich so
Weniger geeignet mit viel Gepäck oder wenn du auf das Auto angewiesen bist. Und das Wetter ist unberechenbarer als auf dem Festland: der Wind kommt von See und Schutz gibt es kaum.
Wann du am besten fährst
Mai und Juni sind die schönsten Monate: die Vögel brüten, es ist lange hell und der Andrang fängt erst an. Juli und August sind Hochsaison mit vollen Fähren. September ist warm und ruhig zugleich. Im Winter ist es rau, die Inseln sind dann am leersten und viele Unterkuenfte haben geöffnet.